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	<title>ÜBERleben</title>
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	<description>Escape from Meerschweinchenkäfig</description>
	<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 10:51:06 +0000</pubDate>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 10:51:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido Tartarotti</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Hemminiszenzen 4: Kabarett als psychische Krankheit?
Der Beruf des Kabarettisten, der mir ja immer noch neu ist, bringt immer wieder schöne Erlebnisse. Zum Beispiel wurde ich gerade von einer Psychotherapeutin besucht. Ich hatte zuerst den Verdacht, sie wäre eine Art fliegendes therapeutisches  Einsatzkommando, um Menschen wie mich wieder auf den rechten Weg zurückzuführen. Ich befürchtete bereits, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hemminiszenzen 4: Kabarett als psychische Krankheit?</strong></p>
<p>Der Beruf des Kabarettisten, der mir ja immer noch neu ist, bringt immer wieder schöne Erlebnisse. Zum Beispiel wurde ich gerade von einer Psychotherapeutin besucht. Ich hatte zuerst den Verdacht, sie wäre eine Art fliegendes therapeutisches  Einsatzkommando, um Menschen wie mich wieder auf den rechten Weg zurückzuführen. Ich befürchtete bereits, gewaltsam familienaufgestellt sowie meiner schönen  Dachschäden beraubt  und dadurch für die Bühne ungeeignet zu werden. Aber die sehr nette Psychotherapeutin beruhigte mich sofort: Sie schreibe gerade an einer psychologischen Facharbeit über Kabarettisten und wolle mich daher interviewen.  Offenbar sind wir ein lohnendes Ziel für Nervenheiler.<br />
Sie stellte mir viele interessante Fragen (Finden Sie durch das Kabarett Sinn im Leben? Nein, ich halte das Leben an sich für vollkommen sinnlos, aber es gibt Trost in Form von Humor, Kunst und Alkohol. Waren Sie als Kind gerne in Gruppen? Nein, ich hatte schon als Kind Angst vor Kindern. Ist der Auftritt für Sie Therapie? Nein, er ist Teil der Krankheit). Und unter Scherzen und Lachen war es Mittag geworden.<br />
Zum Abschied sagte die Therapeutin: „Dankeschön, das war sehr lustig. Ich fürchte nur, bei meiner nächsten Arbeit muss ich mich wirklich mit psychischen Defekten befassen.“ Ich antwortete: „Keine Sorge, das tun Sie bereits.“ Und wir schieden als Freunde.<br />
Vorher schenkte sie mir noch eine Flasche Wein, auf dem Etikett stand „2003 Guardian Peak“, und ich sagte „Ahhhh, ein 2003er Guardian Peak“, und sie sagte „Ich sehe, Sie sind ein Weinkenner“, und das war der beste Gag des Monats.<br />
Danach eine Diskussion mit meinem Mailfreund Helge aus Graz. Helge hat die Sendung „Contra“ auf Ö1 gehört, mit meinem Interview, in dem ich sage, dass für mich die Bühne der geschützteste Ort der Welt ist. Helge meint, das stimmt nicht, denn der geschützteste Ort sei das Klo. Für einigen uns darauf, dass beide Orte etwas gemeinsam haben: Man notdurftet dort.<br />
Danach ging ich gedanklich in die nächste Kirche, dem Herrn für meine Neurosen zu danken. Ohne die wär’s ziemlich fad, glaube ich.</p>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 15:37:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido Tartarotti</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Hemminiszenzen 3
Kürzlich fragte mich eine liebe Kollegin von orf.at, was die schönste Musik sei, die ich je gehört hätte. Ich sagte, ich wisse es nicht, es gibt viel zuviel schönste Musik auf der Welt.
Aber jetzt weiß ich es: Bravos nach dem letzten Black - das ist wahrscheinlich die allerschönste Musik.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hemminiszenzen 3</strong></p>
<p>Kürzlich fragte mich eine liebe Kollegin von orf.at, was die schönste Musik sei, die ich je gehört hätte. Ich sagte, ich wisse es nicht, es gibt viel zuviel schönste Musik auf der Welt.</p>
<p>Aber jetzt weiß ich es: Bravos nach dem letzten Black - das ist wahrscheinlich die allerschönste Musik.</p>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 09:28:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido Tartarotti</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Hemminiszenzen 2
Krank und mit einer Familienpackung Antibiotika in den Venen aufzutreten, kann eine interessante Erfahrung sein. Sonst hätte ich vielleicht nie gewusst, dass ich auf dr Bühne (des Theaters am Alsergrund am Dienstag) einen Kreislaufkollaps kriegen und trotzdem auf Autopilot weiterspielen kann, selbst wenn mir schwarz vor Augen ist und sich alles dreht. Zum Glück [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hemminiszenzen 2</strong></p>
<p>Krank und mit einer Familienpackung Antibiotika in den Venen aufzutreten, kann eine interessante Erfahrung sein. Sonst hätte ich vielleicht nie gewusst, dass ich auf dr Bühne (des Theaters am Alsergrund am Dienstag) einen Kreislaufkollaps kriegen und trotzdem auf Autopilot weiterspielen kann, selbst wenn mir schwarz vor Augen ist und sich alles dreht. Zum Glück habe ich mir in weiser Voraussicht  zwei Sessel ins Programm geschrieben. Ich hab dann zwar stur &#8220;Grasser&#8221; statt &#8220;Strache&#8221; gesagt, aber das hat eh auch gepasst.</p>
<p>Heute Abend Walfischgasse. Bin schon neugierig, ob ich heute &#8220;Albert Fortell&#8221; statt &#8220;Dieter Chmelar&#8221; sage&#8230; sorry Didi! Und was ich statt &#8220;Dolly Buster&#8221; sagen könnte, will ich mir gar nicht vorstellen &#8230;.</p>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 09:33:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido Tartarotti</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Hemminiszenzen 1
Heute endlich wieder im Theater am Alsergrund! Dort gefällt&#8217;s mir, auch wenn ich auf dem Weg hinter die Bühne gerne im Kellerlabyrinth unter dem 9. Bezirk verloren gehe. Nicht ohne Grund habe ich mir als Requisit eine Taschenlampe ins Programm geschrieben.
Die doofe Krankheit hat sich auch rechtzeitig geschlichen, mein altes Motto funktioniert nach wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hemminiszenzen 1</strong></p>
<p>Heute endlich wieder im Theater am Alsergrund! Dort gefällt&#8217;s mir, auch wenn ich auf dem Weg hinter die Bühne gerne im Kellerlabyrinth unter dem 9. Bezirk verloren gehe. Nicht ohne Grund habe ich mir als Requisit eine Taschenlampe ins Programm geschrieben.</p>
<p>Die doofe Krankheit hat sich auch rechtzeitig geschlichen, mein altes Motto funktioniert nach wie vor: Gusch Körper, ich tret auf, wann ich will!</p>
<p>Sonst hätt ich halt fieberschwächebedingt die Ballettszenen auslassen müssen, und das wäre doch schade gewesen.</p>
<p>Ausverkauft isses, schön, für Donnerstag (Walfischgasse) gibts noch ein paar Karten, aber nicht mehr viele.</p>
<p>Bis bald.</p>
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		<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 15:47:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido Tartarotti</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Probentagebuch &#8220;Heini Hemmi&#8221;
Noch eine Woche bis zur Premiere (noch 2 Tage bis zur Vorpremiere)
Gestern ein strenger Pausentag. Adler-Olsen lesen. Fußball schauen. ABBA hören (also Dänemark-Finnland-Schweden, fällt mir grad auf). Ich würde ja am liebsten rund um die Uhr proben, aber Geprobtes muss sich setzen.
Heute mache ich, was ich immer kurz vor Schluss mache: Ich schreib [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Probentagebuch &#8220;Heini Hemmi&#8221;</strong></p>
<p><strong>Noch eine Woche bis zur Premiere (noch 2 Tage bis zur Vorpremiere)</strong></p>
<p>Gestern ein strenger Pausentag. Adler-Olsen lesen. Fußball schauen. ABBA hören (also Dänemark-Finnland-Schweden, fällt mir grad auf). Ich würde ja am liebsten rund um die Uhr proben, aber Geprobtes muss sich setzen.</p>
<p>Heute mache ich, was ich immer kurz vor Schluss mache: Ich schreib ein paar neue Texte dazu. Sonst wird mir fad. Ich mach das meist bis 20  Minuten vor der Vorstellung. Jetzt in einer Stunde Generalprobe, und danach noch zum Rudi Roubinek in den Walfisch - der wird sicher super.</p>
<p>Darf man zugeben, dass man unsicher ist? Ich weiß nicht, wie die Menschen reagieren werden. Eines aber weiß ich, jetzt wo dieser Weg zu Ende geht: Ich mag es. Ich mag das, was wir da aus der Luft zusammengebaut haben. Mehr kann ich nicht tun. Und: &#8220;Wer weiß schon, wann es wirklich zu Ende ist&#8221;? Das ist ja das Schöne am Probieren: Man ist nie fertig. Man probiert weiter, bis zur letzten Vorstellung.</p>
<p>Die ersten Vorstellungen sind übrigens ausverkauft: Danke für Euer/Ihr Vertrauen. Und jetzt: Viel Spaß mit, viel Wundern über, viel Denkgenuss bei &#8220;Heini Hemmi&#8221; wünsche ich uns allen. Ich hab mir da eine Geschichte ausgedacht, die möchte ich Euch/Ihnen erzählen. Ich freue mich schon so drauf &#8230;</p>
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		<pubDate>Fri, 24 Feb 2012 15:23:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido Tartarotti</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Probentagebuch &#8220;Heini Hemmi&#8221;
Noch 13 Tage bis zur Premiere (noch 8 Tage bis zur Vorpremiere)
 
Hurra! Mödling und Walfisch sind nahezu ausverkauft! Ab jetzt nur noch Karten vorhanden für die späteren Vorstellungen&#8230;.
Soso, alle finden den Weltuntergang gut. Ok, dann kommt der Weltuntergahg rein ins Programm. Schreib ich halt eine Woche vor der ersten Vorstellung nochmal alles um. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Probentagebuch &#8220;Heini Hemmi&#8221;</strong></p>
<p><strong>Noch 13 Tage bis zur Premiere (noch 8 Tage bis zur Vorpremiere)</strong></p>
<p> </p>
<p>Hurra! Mödling und Walfisch sind nahezu ausverkauft! Ab jetzt nur noch Karten vorhanden für die späteren Vorstellungen&#8230;.</p>
<p>Soso, alle finden den Weltuntergang gut. Ok, dann kommt der Weltuntergahg rein ins Programm. Schreib ich halt eine Woche vor der ersten Vorstellung nochmal alles um. Und weil ich schon dabei bin: das Ende wird auch neu,. das Schwein bekommt ein großes Solo.</p>
<p>Heute Abend gastiere ich bei Gerald Fleischhacker im Niedermair. Zum Proben hatten wir wie immer keine Zeit, aber wir wissen eh die Themen: Grasser, Telekom, Song Contest, Rabbi Strache, die Kälte, Gott, die Welt &#8230;</p>
<p>Wie ich uns beide kenne, wird es ein Riesenspaß. Zumindest für uns beide&#8230;</p>
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		<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 13:50:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido Tartarotti</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Probentagebuch &#8220;Heini Hemmi&#8221;
Noch 20 Tage bis zur Premiere
Und wieder Erkenntnisse. Das mag ich so am Probieren: Es bringt immer Erkenntnisse. Neue. Und alte, die man aber schon vergessen hatte. Man sollte grundsätzlich mehr Probieren, auch, wenn man nicht gerade etwas für die Bühne vorbereitet. Probieren IST studieren. Und ist das Leben nicht alser ganzer eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Probentagebuch &#8220;Heini Hemmi&#8221;</strong></p>
<p><strong>Noch 20 Tage bis zur Premiere</strong></p>
<p>Und wieder Erkenntnisse. Das mag ich so am Probieren: Es bringt immer Erkenntnisse. Neue. Und alte, die man aber schon vergessen hatte. Man sollte grundsätzlich mehr Probieren, auch, wenn man nicht gerade etwas für die Bühne vorbereitet. Probieren IST studieren. Und ist das Leben nicht alser ganzer eine Probe? Fragt sich nur: Für welche Premiere.</p>
<p>Erkenntnisse also. Wir brauchen Kerzen! Eins, zwei, drei, vier. Die kann ich anzünden auf der Bühne (die Feuerpolizei erlaubt es, wenn ein Kübel Wasser in der Nähe steht, auch etwas, was ich nicht wusste bisher). Denn, auch eine Erkenntnis: Dunkelheit wirkt mit Kerzen viel dunkler, als ganz finster (wie auch eine Frau mit nur einem String oder ein Mann mit nur einer Socke an nackter ausschauen als ganz nackt).</p>
<p>Noch eine Erkenntnis: Wir brauchen Musik, und zwar von Sting (den ich eigentlich gar nicht sehr mag), damit das Gespräch mit der Meersau gut kommt.</p>
<p>Und eine letzte Erkenntnis für heut: Mit vier frischen Löchern im Bauch (Danke Herr Dermatologe!) kriegt die Körperlichkeit beim Proben eine ganz neue Qualität. Der Dermatologe sang mir übrigens beim Operieren Whitney Houston vor, weil er die Charlie-Parker-CD vergessen hatte. Aber die Geschichte erzähl ich ein anderes Mal.</p>
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		<title></title>
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		<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 15:43:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido Tartarotti</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Probentagebuch &#8220;Heini Hemmi&#8221;
Noch 24 Tage bis zur Premiere
Eine Woche Skifahren ist ideal zum Textlernen. Vor allem, wenn es zu kalt ist, aus dem Haus zu gehen.
Blöd ist nur eins: Jetzt hab ich gedacht, der Text ist fertig - und dann kriegt man soviele neue Inspirationen in den Zeitungen.
&#8220;Arigona darf ganz bleiben&#8221;, titelte Österreich. Da wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Probentagebuch &#8220;Heini Hemmi&#8221;</strong></p>
<p><strong>Noch 24 Tage bis zur Premiere</strong></p>
<p>Eine Woche Skifahren ist ideal zum Textlernen. Vor allem, wenn es zu kalt ist, aus dem Haus zu gehen.</p>
<p>Blöd ist nur eins: Jetzt hab ich gedacht, der Text ist fertig - und dann kriegt man soviele neue Inspirationen in den Zeitungen.</p>
<p>&#8220;Arigona darf ganz bleiben&#8221;, titelte Österreich. Da wird sie sich freuen, dass sie der zerstückelung entgeht. Ebenfalls aus Österreich, aus einem Leitartikel: &#8220;HC Strache hat den Bogen überspannt und das Porzellan zerschlagen, aus dem Kanzlerträume sind.&#8221; Wir rekapitulieren: Träume bestehen aus Porzellan, das aber zerschlagen wird, wenn ein Bogen an Überspannung leidet. Vermutlich nicht nur der Bogen.</p>
<p>Die Krone erlitt eine akuten Anfall von Poesiezwang: &#8220;Nicht nur im Sommer sind Segler willige Sklaven des Windgottes, auch bei klirrender Kälte treibt sie Äolus auf scharfen Kufen zu frostigen Freuden.&#8221; Angeblich geht es der Autorin inzwische aber wieder besser, sie kann sogar schon wieder feste Nahrung zu sich nehmen.</p>
<p>Der KURIER schrieb: &#8220;Die Großmutter mütterlicherseits (war) katholischer Religionslehrer.&#8221; Man ist ja einiges gewöhnt inzwischen, was katholische Religionslehrer betrifft, aber das ist doch ein starkes Stück.</p>
<p>Und noch einmal Österreich, aus einem Sportbericht: &#8220;Da spang  ihre Landsfrau  Mancuso in die Sprenge.&#8221; Da hat jemand eindeutig über die Stränge gesprengt.</p>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 16:33:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido Tartarotti</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Probentagebuch &#8220;Heini Hemmi&#8221;
Noch 34 Tage bis zur Premiere
Textlernen. Man denkt: Das geht nie. Aber es geht. Wichtig ist: Immer laut lernen, auch wenn einen zb die anderen Leut&#8217; im Fitnesscenter für verrückt halten, weil man auf der Bauchmuskelmaschine laut sagt: &#8220;Sueben, Sachsen, Jüten. Alemanen, Franken, Haruder. Sithonen, Bastarnen, Heruler. Lemovier, Mugilonen, Zumier. Terwingen, Ambronen, Bajuwaren. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Probentagebuch &#8220;Heini Hemmi&#8221;</strong></p>
<p><strong>Noch 34 Tage bis zur Premiere</strong></p>
<p>Textlernen. Man denkt: Das geht nie. Aber es geht. Wichtig ist: Immer laut lernen, auch wenn einen zb die anderen Leut&#8217; im Fitnesscenter für verrückt halten, weil man auf der Bauchmuskelmaschine laut sagt: &#8220;Sueben, Sachsen, Jüten. Alemanen, Franken, Haruder. Sithonen, Bastarnen, Heruler. Lemovier, Mugilonen, Zumier. Terwingen, Ambronen, Bajuwaren. Cherusker, Dulgubnier, Langobarden.&#8221; Oder auch: &#8220;Kadestasadastakolmestakymmenestäneljestätalosta.&#8221; Selber schuld, warum habe ich mir auch Stämme der Völkerwanderung und finnische Zahlwörter ins Programm geschrieben?</p>
<p>Am Dienstag (19 bis 21 Uhr) bin ich zu Gast bei Blacky Schwarz in Radio Wien. Wir spielen Danzer und reden über Heimatgefühle. Ich mag ja Heimatlieder, nur ist mir wurscht, ob sie von der Volksmusik oder von den Beatles kommen. Musik ist immer Heimat.</p>
<p>Zum Glück durfte ich die Sendung aufzeichnen. Denn jetzt kommt meine liebste und zudem die für den Erfolg vielleicht wichtigste Probenwoche: Gastein, Skifahren mit meiner Tochter! Tiefschnee, Frittatensuppe, Katzenhütte.</p>
<p>Yksi, Kaksi, Kolme - los!</p>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 13:17:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido Tartarotti</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Probentagebuch &#8220;Heini Hemmi&#8221;
Noch 38 Tage bis zur Premiere
Blacky Schwarz, der Manager und Freund von Georg Danzer, lädt mich in seine Sendung auf Radio Wien. Das Thema lautet &#8220;Heimat&#8221;. Für den siebenten. Einziges Problem: Blacky sagt völlig korrekt Februar, ich verstehe aber Jänner. Am 7. Jänner bin ich irritiert, dass im Radio niemand auf mich wartet.
Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Probentagebuch &#8220;Heini Hemmi&#8221;</strong></p>
<p><strong>Noch 38 Tage bis zur Premiere</strong></p>
<p>Blacky Schwarz, der Manager und Freund von Georg Danzer, lädt mich in seine Sendung auf Radio Wien. Das Thema lautet &#8220;Heimat&#8221;. Für den siebenten. Einziges Problem: Blacky sagt völlig korrekt Februar, ich verstehe aber Jänner. Am 7. Jänner bin ich irritiert, dass im Radio niemand auf mich wartet.</p>
<p>Der Irrtum klärt sich auf. D0ch am 7. Februar bin ich in Gastein, zu meiner alljährlichen Vater-Tochter-Skiwoche. Und die sage ich nicht ab, nicht unter einem komplizierten Beinbruch jedenfalls. Blacky ist geduldig und bietet mir an, die Sendung aufzuzeichnen. Danke, das ist wirklich nett.</p>
<p>Ich liebe Radio, ich finde, Radio ist das schönste aller Medien. Man spricht mit den Menschen, aber man drängt sich ihnen nicht auf. Aufgezeichnet wird von elf bis 13 Uhr, für mich ist das die Morgenshow. Alles läuft gut, Blacky lässt mich reden und so kann ich sogar erzählen, wie mein Vater immer auf dem Akkordeon Beatles spielte und aus z. B. &#8220;Please Please Me&#8221; einen Landler machte. Nicht, weil er so ein guter Musiker war, sondern weil er nur Landler konnte. Kein Wunder, dass aus mir ein so seltsamer heimatloser Mensch wurde: Zur Idee &#8220;Österreich&#8221; habe ich gar keinen Bezug, ich krieg in Los Angeles ebenso Heimatgefühle wie in Mödling, und &#8220;Hey Jude&#8221; ist mir ebenso Heimatlied wie &#8220;Wann i durchgeh durchs Tal&#8221;. Ich finde es ja interessant, dass die meisten Menschen Identität nicht dadurch definieren, was sie sind - sondern dadurch, was sie nicht sind.</p>
<p>Niemand hat &#8220;Heimat&#8221; je besser definiert als Georg Danzer: Wo meine Kinder schlafen/da bin i daham. Natürlich spielen wir das Lied, also &#8220;Atemzüge&#8221;, in der Sendung. Wer Lust darauf hat (und auf Goisern, Wilfried, Bilgeri, Ausseer Hardbradler, Heller &amp; Qualtinger, Narish, Texta, STS, Klimmstein &#8230;): Am 7. Februar auf Radio Wien.</p>
<p>Natürlich darf ich Werbung für das Programm machen und über Heini Hemmi erzählen und Lögregluhundurinn Rex, über die Stadt Y in Alaska und über die Seitenwinde in Estoril, die auch von vorne und hinten kommen.</p>
<p>Am Ende fragt mich Blacky, ob ich die Sendung eh anhören werde. Ich: Wie soll das gehen, kein Radio Wien in Gastein! Blacky deutet auf mein Handy: Naja, mit der Radio-Wien-App&#8230;! Ich: Blacky, dieses Handy kann nur telefonieren, da gibts keine Apps. Blacky schaut mich an, als wolle ich ihn verarschen.</p>
<p>Und wieder einmal weiß ich: Alle sind anders, nur ich bins nicht.</p>
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